Drucken im Netzwerk – mit Samba
Ein kleiner Home-Server mit Linux ist schnell aufgesetzt und eröffnet auch für das Heim-Netzwerk neue Möglichkeiten. Neben einem zentralen Fileshare oder Fax-Dienste ist natürlich auch die Anbindung eines Druckers eine sinnvolle Erweiterung.
Zum Einsatz kommt bei meinem System hierbei cups und Samba, wobei ich den Drucker direkt (RAW) über Windows anspreche. Doch auch hierbei kann es zu Fehlern kommen.
Unter cups habe ich einen Canon iP3300 als Local Raw Printer eingerichtet, so dass auf Client-Seite der entsprechende Druckertreiber installiert sein muss. Den unter Cups eingerichteten Drucker gebe ich über Samba für die Nutzung im Netzwerk frei.
Öffnet man nun seinen Linux-Server in Windows über die Netzwerk-Umgebung wird der Drucker als Freigabe angezeigt. Diesen nun lediglich als Netzwerk-Drucker hinzuzufügen ist jedoch nicht unbedingt der richtige Weg.
In den meisten Fällen konnte ich den so eingerichteten Drucker ohne Probleme nutzen. Egal ob vom Browser oder OpenOffice - der Druckauftrag wurde ordnungsgemäß an cups übergeben. Dies funktionierte jedoch nicht mit PDFs. Egal ob mit dem Adobe Reader oder dem Foxit Reader. Hierbei kam es zwar zu keiner Fehlermeldung, der Druckauftrag kam bei cups jedoch nie vollständig an.
Es hilft in diesem Fall auch nicht cups direkt anzusprechen (ipp). Was auch eine Fehlkonfiguration von Samba ausschließt.
Es gibt allerdings noch eine weitere Möglichkeit einen Netzwerk-Drucker in Windows einzurichten. Hierzu müssen die notwendigen Drucker-Treiber bereits auf dem System installiert sein. Dann fügt man einen neuen lokalen Drucker hinzu, und nimmt als Anschluss z.B. LPT1. Danach fügt man unter Anschlüsse manuell die Drucker-Freigabe des Linux-Servers hinzu.
Hierzu erstellt man einen neuen lokalen Anschluss und lässt diesen auf den Netzwerk-Drucker zeigen (z.B. \\10.0.0.1\Drucker). Zum einen stehen auf diese Weise bei meinem Drucker weitere Optionen zur Verfügung, zum anderen funktioniert nun auch das Drucken von PDFs über das Netzwerk fehlerfrei.

